Erbrecht

Sie haben einen Todesfall in der Familie oder sind als Freund in einem Testament begünstigt worden? Oder Sie haben etwas zu erben und wollen bestimmte Verwandte ausschließen? Was bedeutet Plichtteilsansoruch und wie wird er geltend gemacht?

Grundsätzlich greift die gesetzliche Erbfolge, wenn der Erblasser kein Testament aufgesetzt und auch keinen Erbvertrag abgeschlossen hat. Die Verwandten erben nach Gesetz entsprechend ihrem Verwandtschaftsgrad. Das bedeutet Verwandte erster Ordnung sind Kinder und Enkel, zweiter Ordnung Eltern und Geschwister, dritter Ordnung Großeltern sowie Onkel und Tanten.

Solange auch nur ein Verwandter der ersten Ordnung zu finden ist, kommen Verwandte der anderen Ordnung nicht als Erbe in Betracht. Nach gesetzlichem Erbrecht des Ehegatten oder Lebenspartners erbt der überlebende Partner neben den Kindern immer ein Viertel des Nachlasses – auch wenn nur ein Kind vorhanden ist. Sind außer ihm nur Verwandte der zweiten Ordnung aufzufinden, erbt der überlebende Ehegatte die Hälfte.

Lebte die Ehe in einer Zugewinngemeinschaft, dann erhöht sich der Erbteil des Ehegatten um ein Viertel, sodass er die Hälfte erbt, die nicht den Kindern zufällt.

Interessant wird es, wenn der Verstorbene beispielweise ein Grundstück in einem anderen EU-Mitgliedsstaat hatte. Wie kommen die Erben rein formell an ihr Erbe ran, wenn der deutsche Erbschein nicht automatisch im Ausland anerkant wird. Erfahren Sie mehr dazu unter Aktuelles.